Leitbild des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Goslar e.V.  

Die Caritas ist eine Lebens- und Wesensäußerung der katholischen Kirche und gehört wie der Gottesdienst und die Verkündigung zum Lebensvollzug der Kirche. 

Der Auftrag der Caritas besteht darin, Menschen in ihrer Würde zu schützen, sie in ihren jeweiligen Lebensumständen und Notlagen zu unterstützen, das solidarische Zusammenleben zu fördern und sich für ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.

Dabei richtet sie sich an den Grundprinzipien der katholischen Soziallehre aus, der Subsidiarität, der Personalität und der Solidarität, die im Hinblick auf das biblische Menschenbild formuliert sind.

Ihre vorrangige Option gilt den Armen und Benachteiligten.

Der Caritasverband für Stadt und den Landkreis Goslar e.V. steht unter dem Schutz und der Aufsicht des Bischofs von Hildesheim. In dem Verband sind alle der Caritas der katholischen Kirche dienenden Organisationen im Verantwortungsbereich des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Goslar e. V., die sich an den Auftrag der Kirche gebunden wissen, institutionell zusammengefasst - unbeschadet ihrer Rechtsform.


In unseren Einrichtungen und Diensten orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Menschen. Wir wollen bewusst mit den Stärken und Möglichkeiten der Einzelnen arbeiten und beziehen deren Lebensfeld mit ein. Deshalb unterstützen, fördern und ergänzen wir die ehrenamtlich-caritative Arbeit in den Kirchengemeinden.

Wir arbeiten nach anerkannten fachlichen Standards. Die Qualität unserer Leistungen bemisst sich an der Wirkung und am Nutzen für die Menschen. Betriebs- und marktwirtschaftliche Erfordernisse sind dabei zu beachten. Die Qualität der Leistung wird von uns regelmäßig überprüft und planvoll gesichert.

Unsere Finanzmittel verwenden wir wirtschaftlich und zweckmäßig. Über ihre Verwendung geben wir verständlich und transparent Auskunft. Eigenmittel werden vorwiegend für Aufgaben eingesetzt, denen der Caritasverband verantwortlich Vorrang einräumt.

In unserer Arbeit berücksichtigen wir ökologische Aspekte. Damit kommen wir dem biblischen Auftrag zur Wahrung der Schöpfung nach.

Wir achten das vielfältige soziale Engagement von Ehrenamtlichen, Selbsthilfegruppen, Initiativen und Verbänden. Wir kooperieren mit kirchlichen Stellen und anderen Trägern der freien Wohlfahrtspflege und stellen uns dem Wettbewerb.

Wir helfen Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen.

Wir helfen Menschen in geistiger, körperlicher, seelischer und materieller Not

Dazu stellen wir ein qualifiziertes Angebot von Diensten und Einrichtungen zur Verfügung.

Wir vertreten als Anwalt der Benachteiligten deren Anliegen gegenüber Staat, Politik und Gesellschaft und unterstützen sie bei der Wahrung und Durchsetzung ihrer Rechte.

Wir halten in Kirche und Gesellschaft das Bewusstsein für jede Form der Not wach. Dazu gehört, Ursachen von Armut und Not aufzuzeigen und deren Beseitigung anzustreben.

Wir unterstützen die Mitglieder unseres Verbandes in ihrer Arbeit, informieren, beraten sie und vertreten sie politisch.

Wir gestalten gesetzliche Rahmenbedingungen mit, insbesondere im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich. Wir setzen uns dafür ein, dass der Staat seinen sozialen Verpflichtungen nachkommt.

Wir tragen durch Aus-, Fort- und Weiterbildung zur Qualifizierung der sozialen Arbeit bei.

Wir beteiligen uns an der Entwicklung von Konzepten und Standards für die verschiedenen karitativen Felder.

Wir verwirklichen Dienstgemeinschaft, indem wir eine Atmosphäre vertrauensvoller und kollegialer Zusammenarbeit schaffen.

Der Vorstand gibt Ziele vor und setzt Rahmenbedingungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden an den ihr Arbeitsfeld betreffenden Ziel- und Entscheidungsfindungen beteiligt. Klare Aufgabenbeschreibung mit Delegation von Kompetenzen und Verantwortung räumen ihnen Selbstständigkeit und Eigenverantwortung ein. Die Initiative und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird gestützt und gefördert.

Die leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter praktizieren einen partizipativen Führungsstil.Informationsabläufe werden formal festgelegt. Zielorientierte Arbeitsgespräche und Reflexion dienen der Erfolgskontrolle, der Konzeptions- und der Personalentwicklung. Wir verstehen uns als lernende Organisation, offen für Veränderungen. 

Unsere Arbeit erfordert gleichermaßen fachliche Eignung und soziale Kompetenz.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Führungskräfte qualifizieren sich regelmäßig durch Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Wir nutzen die Möglichkeiten theologischer und pastoraler Begleitung für unsere persönliche und religiöse Weiterentwicklung.
Wir bringen Engagement, Kreativität, konstruktive Kritik und eigenverantwortliches Handeln in unsere Arbeit ein. Die dafür notwendigen Foren werden eingerichtet.

Das Leitbild des Caritasverbandes Caritas konkretisiert sich in den einzelnen Bereichen:

Jugendwerkstatt:

-        Heranführung an den Arbeitsmarkt, Abbau von Vermittlungshemmnissen, persönliche und soziale Stabilisierung und
         Perspektiventwicklung.

         Hierbei werden sowohl Ziele des SGB VIII (Förderung Nbank) als auch Ziele des SGB II/ SGBIII                                               (Arbeitsmarktorientierung) verfolgt.

-       Teilnehmende werden beraten, qualifiziert und informieren mit dem Ziel des Übergangs in sozialversicherungspflichtige          Beschäftigung und Ausbildung

-      Die Zusammenarbeit mit Bildungspartnern, Marktbegleitern und Netzwerken zum Nutzen der Teilnehmenden und der             Unternehmen in unserer Region wird gepflegt und ausgebaut.

 

PACE:

-         Identifizierung und Ansprache bisher nicht erreichter  junger Erwachsener mit dem Ziel der sozialen und                                  beruflichen Integration.

-         PACE ist eine Maßnahme der berufsbezogenen Jugendsozialarbeit gem. § 13 und § 27 SGB VIII.

-         PACE ist die Basismaßnahme im Landkreis Goslar für den Bereich der sozialen  und beruflichen Integration von                    jungen Erwachsenen.

-         PACE ist Teil des Netzwerkes mit Behörden, sozialen Einrichtungen, Betrieben, Bildungs- und                                                  Qualifizierungseinrichtungen.

 

Migration:

-       Beratung und Begleitung von Zuwanderern mit und ohne gesicherten Aufenthaltsstatus.

-       Die Beteiligung von Ehrenamtlichen ist wesentliches Element der Arbeit.

-       Die Migrationsdienste leben das Ziel der Caritas der Anwaltschaft unter Berücksichtigung der Abgrenzung des 

       Aufgabengebietes von juristisch ausgebildeten

-      Die Arbeit zum Wohl der Ratsuchenden erfolgt im Netzwerk mit Kirchengemeinde, sozialen Einrichtungen und  

       Behörden

 

Klosterwerkstatt:

-       Die Klosterwerkstatt will Mitbürgern, die aktuell keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben, eine sinnvolle
        Beschäftigung
 ermöglichen

-       Will eine Stärkung des Selbstwertgefühls sowie Zugehörigkeit ermöglichen.

-       Persönliche, soziale und berufliche Schlüsselqualifikationen sollen gefördert und erhalten werden.

-       Die Caritas bekennt sich zur dauerhaften Einrichtung des sogenannten 2.Arbeitsmarktes

 

Goslarsche Höfe:

-       Die Goslarschen Höfe sind ein ökumenisches Projekt

-       Die Goslarschen Höfe sind gelebtes Beispiel der Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung, von Jung und Alt          und der verschiedensten Menschen in der Region.

-       Die Goslarschen Höfe sind ein Engagementfeld für Freiwillige in den verschiedensten Bereichen

 

Sozialberatung/Kleiderkammer:

     -     Die allgemeine Sozial- und Lebensberatung ist ein Grunddienst der und zentraler Wesensvollzug von Kirche

     -     Die Caritas berät ohne Ansehen von Person, Religion, sexueller Orientierung oder Zugehörigkeit Staatsangehörigkeit

     -     Die Beratung ist kostenlos und vertraulich

     -     Die Kleiderkammer ist ein aktiver Beitrag zur  Linderung von Armut im Landkreis  Goslar.

   

Mit unserer Arbeit wollen wir für Glaubwürdigkeit, Kompetenz, Innovation und Zuverlässigkeit stehen.

 


Goslar, 15.5.2018